Man hat die Untersuchungshaft in Deutschland seit über 100 Jahren vernachlässigt. Auch heute noch werden 50% der Untersuchungsgefangenen entlassen, ohne eine Freiheitsstrafe antreten zu müssen. Was in der Untersuchungshaft kaputt geht, ansteht, stillsteht oder bevorsteht, möchten wir bewegen!!!
Bei allen älteren Justizvollzugsanstalten gibt es Traditionsvereine – zum Teil aus dem 19. Jahrhundert stammend (s. Gefängnisgesellschaften und Gefängnisvereine), die die Arbeit der Fachdienste in den Anstalten unterstützen, aber auch Entlassungshilfen bieten. Bei der JVA Weiterstadt fehlte ein solcher Verein. Man brauchte eine Bürgeraktivität, die unterstützend und helfend tätig werden könnte, wenn Probleme auftauchen würden, die von der Anstalt selbst (vor allem auch finanziell) nicht gelöst werden konnten. Ein solcher Verein sollte auch stärker in der Straffälligenhilfe außerhalb der Anstalt tätig werden können.
Der Verein wurde am 15. März 1999 von haupt-, neben- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JVA Weiterstadt gegründet. Ebenfalls dabei waren die Evangelische Kirchengemeinde Weiterstadt und ein Rechtspfleger des Amtsgerichtes Darmstadt.
Der Verein widmet sich allen Aufgaben, die dazu dienen, Entsozialisierung
durch Inhaftierung zu verhindern und Resozialisierung zu ermöglichen, mehr dazu
in unserem
Prospekt (PDF).
Der Verein ist Mitglied im
Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen und im Landeszusammenschluss für Straffälligenhilfe in Hessen. |